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MINQ Indikatorenset

Mit dem MINQ Indikatorenset werden verschiedene Outcome-Indikatoren aus unterschiedlichen wissenschaftlich etablierten Standard-Sets integriert. Es kann jederzeit um neue Indikatoren erweitert werden.

Outcome-Indikatoren für 39 Leistungsgruppen

Die Qualitätsindikatoren des MINQ Indikatorensets entstammen verschiedenen, für Deutschland bereits etablierten Standard-Indikatorensets:

  • dem Set der German-Inpatient-Quality-Indicators (G-IQI). Die aktuelle G-IQI Version 5.1 umfasst in 16 Kategorien 60 Krankheitsbilder oder Indikationen mit insgesamt 380 Indikatoren (medizinische Entitäten). Der Abdeckungsgrad der G-IQI Indikatoren an allen Krankenhausfällen beträgt ca. 50,5%. Somit sind die G-IQI in der D-A-CH – Region der umfassendste Indikatorensatz zur Auswertung von Mengen und Ergebnisqualität einer Vielzahl von Krankenhausleistungen.
  • dem Patient Safety Indicator (PSI) der Agency for Healthcare Research and Quality (AHRQ, USA), der auf die deutschen Verhältnisse übertragen wurde. Mit 24 Indikatoren zur Patientensicherheit erhalten Krankenhäuser konkrete Hinweise auf mögliche Defizite oder Probleme bei der Patientenversorgung. Insbesondere die Ergebnisqualität operativer und geburtshilflicher Leistungsbereiche lässt sich auf dieser Basis differenziert bewerten.
  • Indikatoren aus dem Projekt ICOSMOS der Universität Jena, Center of Sepsis Control and Care. Krankenhäuser können daraus individuelle Berichte zu Sepsis-spezifischen Indikatoren abrufen und ihr darauf basierendes Qualitätsmanagement weiterentwickeln.
  • Qualitätsindikatoren für Kirchliche Krankenhäuser (QKK): Hierbei handelt es sich um 20 Indikatoren aus den Bereichen Patientensicherheit, Demenz, Sentinel Events, Palliativmedizin, Delir bei operierten Patienten und Pädiatrie.

Die Berechnung der Indikatoren erfolgt auf Basis von Routinedaten (§ 21 KhEntG ), die Krankenhäuser 3M anonymisiert  zur Verfügung stellen.

Weiterhin fließen Indikatoren aus der gesetzlichen Qualitätssicherung (§ 135a SGB V) und künftig der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung nach § 136a SGB V ein.

Verwendung und Nutzung der Indikatoren

Qualitätsindikatoren sind in der Medizin als Messinstrument und zur Evaluation der medizinischen Behandlungsqualität mittlerweile anerkannt und etabliert. Allerdings kann anhand einzelner QI nicht auf die Gesamtqualität einer Klinik geschlossen werden. Indikatoren beleuchten Teilaspekte der Qualität und lassen nur in ausgewählten Kontexten eine sinnvolle Beurteilung eines Versorgungsaspektes bzw. Qualitätskriteriums zu.

MINQ ist sich dieser Tatsache bewusst und sieht in Outcome-Indikatoren ‚Anzeiger‘ für ein bestimmtes Merkmal, aber gleichzeitig auch ihre begrenzte Aussagekraft für pauschale Rückschlüsse bzw. absolute Aussagen zur Qualität einer Klinik. Die Berücksichtigung von QI in der Recherchemethodik erweitert den Fokus der MINQ-Recherchen und ergänzt daher die bisherigen in die Recherche eingehenden Daten und Quellen.

Krankenhäuser profitieren

    1. Die beteiligten Häuser erhalten von 3M einen umfassenden Ergebnisreport aus etablierten wissenschaftlich validierten Qualitätsindikatoren, den sie für ihr Outcome-Management in den untersuchten Indikationsschwerpunkten und zur Optimierung ihrer Leistungsprozesse optimal nutzen können.
    2. MINQ erkennt das Engagement von Kliniken an, die sich mit ihren Outcome-Indikatoren auseinandersetzen und diese MINQ zur Verfügung stellen. Beginnend mit der Klinikliste 2019 wird MINQ folgende Angaben zu den Initiativen der Kliniken im Bereich Outcome Management (z.B. IQM, 4QD, QKK) publizieren:
        • Kennzeichnung der Kliniken, die das in Kooperation mit 3M entwickelte MINQ Indikatorenset einsetzen und transparent machen („Transparenzpunkte“)
        • Kennzeichnung der Kliniken, die positive / überdurchschnittliche Indikatoren im jeweiligen Untersuchungsfeld aufweisen
        • Vorteil für die Klinik: sofern Ergebnisse einer Klinik verfügbar sind, nehmen diese unmittelbar Einfluss auf die Positionierung der Klinik innerhalb der FOCUS-Liste und in künftigen regionalen Kliniklisten. In der Liste selbst abgebildet wird dann ein Hinweis, dass Qualitätsindikatorergebnisse insgesamt positiv beurteilt werden. In der Liste werden also weder Detailergebnisse der Indikatoren, noch auffällige Ergebnisse veröffentlicht, sondern nur positive Informationen.

Interessierte Kliniken können auf freiwilliger Basis 3M HIS mit der Ergebnisberechnung der MINQ-Indikatoren beauftragen. Die Detail-Ergebnisse werden dann über spezielle Reports an die Klinik übergeben. Gleichzeitig stimmt die Klinik einer Nutzung der Daten für interne Recherchezwecke zu. MINQ sichtet dann die Ergebnisse und verwendet diese als zusätzliche Dimension innerhalb der Kliniklisten.

 

Möchten Sie weitere Informationen über das MINQ-Indikatorenset oder interessieren Sie sich für einen Einsatz in Ihrem Krankenhaus? Gerne stehen wir für weitere Fragen zur Verfügung.

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