Die Methodik der Ärzteliste

Unsere Recherchemethode wurde von obersten Gerichten überprüft. Seit vielen Jahren entwickeln wir diese Methode weiter. In enger Zusammenarbeit mit Ärzten, Fachexperten, medizinischen Fachgesellschaften, Patientenverbänden und Selbsthilfegruppen.

Rechtssichere Methodik - von Gerichten geprüft

Das von MINQ angewandte Verfahren zur Ermittlung von besonders empfohlenen Medizinern wurde bereits 1998 einer strengen juristischen Prüfung unterzogen. Das LG München I (AZ: 9 HKO 20738/97) und das OLG München (AZ: 29 U 3251/98) im anschließenden Revisionsverfahren haben das Vorgehen und die fachlich-methodische Eignung der MINQ/FOCUS Daten-Recherchen und die Veröffentlichung von Ärztelisten als rechtlich zulässig bestätigt. Geklagt hatte die Ärztekammer Bayern gegen „FOCUS“ mit dem Ziel, eine weitere Veröffentlichung der Ärztelisten zu unterlassen.

In ihrem abschließenden Urteil bestätigten die Richter die Zuverlässigkeit des Vorgehens. Seitdem hält MINQ trotz der großen Aufwände an dem soliden und gerichtlich überprüften Verfahren fest.

Die Recherche und die Erstellung von Ärztelisten für die Beratung von Patienten erfordert eine starke, abgesicherte Methodik. Im Jahre 1998  führte das Oberlandesgericht München aus, „dass es wegen der zunehmenden Differenzierung der ärztlichen Kunst eine Fehlvorstellung wäre, zu glauben, die Ärzte eines Fachgebiets seien für alle Anforderungen, die sich aufgrund der unterschiedlichen medizinischen Fallgestaltungen ergeben, gleichermaßen qualifiziert. Viele Patienten wissen aus eigener Erfahrung, dass dies nicht der Fall ist.“

Die verwendeten Beurteilungskriterien sind nachvollziehbar dargelegt; die Eignung für die hier vorgenommene Beurteilung kann diesen Prüfsteinen nicht abgesprochen werden.

Oberlandesgericht München

Aus dem Urteil

Um spezialisierte Ärzte zu ermitteln, bedarf es anerkannter Prüfsteine, die letztlich darüber entscheiden, welche Ärzte auf Empfehlungslisten erscheinen. Unsere Methode haben wir schon vor Jahren offengelegt, damals noch unter der Ägide von FOCUS. Nach einer eingehenden Prüfung durch das Landgericht München und das Oberlandesgericht München stand das Urteil fest: Die Vorgehensweise wurde von den Obersten Gerichten für valide und aussagekräftig befunden.

Besonders herausgestellt wurde in dem Gerichtsverfahren das aufwändige Recherchevorgehen herausgestellt, das seitdem von MINQ bei allen aktuellen Recherche beachtet und weiter verfeinert wurde:

Die Listen wurden “ … mit einem in Deutschland für Untersuchungen dieser Art bislang nie dagewesenen Aufwand recherchiert. Den Befragungen sei eine Expertenanhörung vorausgegangen, bei der es insbesondere auch darum gegangen sei, mit welcher Methodik und auf welchem Wege der Patient sachliche Informationen über die Qualifikation von Ärzten in Erfahrung bringen könne.“

„Es lässt sich in der Tat nicht bestreiten, daß für namentliche Zusammenstellungen qualifizierter, besonders spezialisierter Fachärzte weithin ein Bedürfnis besteht. Der Ansicht des Landgerichts ist beizupflichten, daß es wegen der zunehmenden Differenzierung der ärztlichen Kunst eine Fehlvorstellung wäre, zu glauben, die Arzte eines Fachgebiets seien für alle Anforderungen, die sich aufgrund der unterschiedlichen medizinischen Fallgestaltungen ergeben, gleichermaßen qualifiziert. Viele Patienten wissen aus eigener Erfahrung, daß dies nicht der Fall ist. Es besteht sonach durchaus ein sachlich begründetes Bedürfnis der Allgemeinheit, übe spezialisierte, besonders qualifizierte Fachärzte unter namentlicher Nennung informiert zu werden. Die dabei mitspielende Absicht, diese Ärzte im Wettbewerb zu fördern mit der notwendigen Folge, daß die nicht genannten Ärzte insoweit benachteiligt werden, tritt hier weitgehend hinter die Beweggründe der sachlichen Information und der journalistischen Berichterstattung über eine Angelegenheit von allgemeinem Interesse zurück.“

Eine zusammenfassende Darstellung der Begründung des Gerichtes finden Sie hier. Seither recherchiert MINQ streng unter Beachtung der dargelegten Kriterien.

Erfahrung und Verlässlichkeit

Jahre

Fachbereiche

Listenärzte

Empfehlungen

METHODE

Vorgehen bei der Recherche

Wie die Ärztelisten von MINQ recherchiert werden

 

Recherchierte Informationen benötigen immer eine Verifikation durch andere Quellen. Darauf basiert unsere Recherchemethode. Erst wenn mehrere Quellen unabhängig voneinander die Mindestkriterien erbringen und die Reputation und das Können eines Arztes bestätigen, kann er den Zuschlag bekommen.

Notwendige Mindesanforderungen

Um in einer Ärzteliste aufgeführt werden zu können, muss ein Arzt in allen Recherchebereichen die von MINQ vorgegebenen Mindestanforderungen erfüllen.  Insbesondere bei den Arztempfehlungen und den Bewertungen durch Patienten müssen überdurchschnittlich gute Ergebnisse vorliegen.

Für die Ermittlung der Reputation eines Arztes setzt MINQ auf das anerkannte Peer-Verfahren, d. h. Ärzte beurteilen Ärzte. MINQ (bis 2010: Ressort FOCUS Daten) wendet dieses Verfahren seit 1996 erfolgreich an. Die Interviews sind nach journalistischen Maßstäben geführte Gespräche, die anschließend einem Bewertungsverfahren unterzogen werden. Die Gesprächspartner genießen vollen Informantenschutz.

Ärzte können die Fachkompetenz von Kollegen sehr gut einschätzen. Gründe dafür sind z.B:

  • Patienten berichten bei Arztwechseln über Vorbehandler
  • Zwischen niedergelassenen Ärzten und Klinikärzten findet ein regelmäßiger Austausch statt, der eine Beurteilung der Leistung eines anderen Leistungserbringers ermöglicht.
  • Erfahrung während der eigenen Ausbildungshistorie mit anderen Ärzten/Kollegen, ehemaligen Chefärzten, Nachrückern etc.
  • Im Rahmen von Begutachtungen oder Zertifizierungen
  • Intensiver Austausch auf Fachebene in den ärztlichen Gremien, auf Kongressen, Weiterbildungen etc.

Bestätigt wird die Aussagekraft von durch Peer-Review-Verfahren gewonnene Informationen auch durch die Ärzte selbst. Im Rahmen der Entwicklung eines Praxissiegels befragten wir in einer Studie 30.000 Ärzte, welche Kriterien Aussagen über die Qualität eines Arztes zulassen. Der Ruf eines Kollegen wurde dabei von 72 Prozent der Ärzten als sehr wichtiges Kriterium anerkannt.
Bei der Ermittlung der Reputation führt MINQ  telefonische oder persönliche Interviews mit Ärzten. Befragt werden Ärzte, die nach Stand der Recherchen über sehr gute Kenntnisse in die medizinische Fachwelt verfügen. Dies sind in der Regel Leitende Ärzte, Oberärzte und Chefärzte, Ärztliche Direktoren, Leitende Mitglieder von medizinischen Fachverbänden, Gutachter oder Zertifizierungsbeauftragte.

In vertraulichen Gesprächen können Ärzte im ersten Schritt Kollegen frei empfehlen. Anschließend bitten die Redakteure um die Beurteilung von Ärzten aus einem definierten Recherchepool. In den Recherchepool gelangt ein Arzt auf Grund bestimmter Merkmale:
Entweder er verfügt über ein Merkmal wie Weiterbildungsbefugnis, Zertifizierungbeauftragung, Vorsitz in einer medizinischen Arbeitsgemeinschaft, Autor von Leitlinien
, oder er kann sehr hohe Fallzahlen vorweisen, wird bereits überdurchschnittlich von Selbsthilfegruppen oder Kollegen empfohlen.
Fachärzte können sich bei MINQ für die Aufnahme in diesen Pool registrieren.

Hintergrundinformationen: Im Interview mit den Ärzten erhalten die Redakteure neben den Empfehlungen weitere wertvolle Informationen aus dem Umfeld eines Arztes sowie der fachlichen Szene. Beispielsweise kann wichtig werden, dass ein Arzt mit strukturellen Problemen in einer Klinik zu kämpfen hat, worunter seine medizinische Leistungsfähigkeit leiden kann. Oder Arzt ist führend an der Entwicklung eines bestimmten diagnostischen Verfahrens oder der Weiterentwicklung einer Therapie beteiligt, was seinen Patienten bereits zu Gute kommt.

Alle Gespräche werden protokolliert und in einer Datenbank dokumentiert. Die Gespräche können so systematisch ausgewertet werden. Empfehlungen im Kreis werden ausgeschlossen.

Grundsätzlich MINQ zieht für die Beurteilung eines Arztes keine Online-Empfehlungen heran. Die Erfahrung zeigt, dass Online-Empfehlungen von Kollegen nicht geeignet sind, den Ruf eines Arztes zu ermitteln. Online erhobene Empfehlungen können bestenfalls unsere Aufmerksamkeit auf einen Arzt richten, der dann in der oben beschriebenen Weise recherchiert wird.

Einzelne Patienten können die Umstände ihrer Behandlung sowie teilweise die Praxis- oder Klinikorganisation beurteilen. Nur in Ausnahmefällen können sie jedoch eine Aussage über fachgerechte medizinische Behandlung treffen. Die kumulierte Erfahrung von Patienten hingegen ist eine nützliche Informationsquelle. Deshalb wendet sich MINQ (bis 2010 Ressort Focus Daten) seit 1997 regelmäßig direkt an die aktiven Selbsthilfegruppen und Patientenverbände. Diese verfügen aufgrund jahrelanger persönlicher Erfahrungen ihrer eigenen Mitglieder oft über teilweise exzellente Insiderkenntnisse. In vielen Fällen arbeiten Selbsthilfegruppen auch mit engagierten Ärzten zusammen, laden diese zu Informationsgesprächen und Vorträgen ein. Teilweise führen Selbsthilfegruppen eigene Listen mit Ärzten, die sie empfehlen. Diese Empfehlungen werden von MINQ berücksichtigt.

Außerdem nimmt MINQ  Meta- Auswertungen einzelner Arztbewertungsportale vor. Dies kann für die Poolbildung nützliche Hinweise auf Ärzte im niedergelassenen Facharztbereich erbringen. Außerdem geht MINQ in ausgewählten Fachbereichen Hinweisen nach, die in fachspezifischen Patienten-Foren auftauchen und auf ärztliches Fehlverhalten verweisen können

Eine weitere Facette einer Arztrecherche ist die wissenschaftliche Tätigkeit eines Arztes. MINQ wertet systematisch die Veröffentlichungen von Fachbeiträgen aus. Datengrundlage für die Recherchen ist die medizinische Fachdatenbank PubMed. Darin enthalten sind die wichtigsten nationalen und internationalen Zeitschriften aus allen medizinischen Fachgebieten. Die Auswertung von PubMed gewährt eine einheitliche Datengrundlage, die für alle Ärzte gilt. Maßstab ist die Anzahl der Veröffentlichungen über einen festgelegten Zeitraum (in der Regel die letzten 5 Jahre). Die Beurteilung eines Arztes erfolgt in den Kategorien „veröffentlicht viel“ und „veröffentlicht überdurchschnittlich viel“.

Um über eine möglichst große Anzahl von Ärzten Aussagen treffen zu können, erhebt MINQ weitere Informationen teils aus öffentlich zugänglichen Quellen, teils in Zusammenarbeit mit Fachverbänden. Weitere Parameter können sein: Weiterbildungsbeauftragungen und abgeschlossene Zertifizierungen. Die Parameter unterscheiden sich von Fachbereich zu Fachbereich. Welche Kriterien wichtig sind, läßt sich MINQ in Zusammenarbeit mit Experten aufzeigen. Bei noch fehlende Bereichen werden die Kriterien mit Experten entwickelt. Etliche Informationen zum Leistungsumfang lassen sich über externe Quellen recherchieren.

Die Ärzte, die im Rahmen einer Recherche kontaktiert werden, erhalten einen Fachfragebogen, in dem sie Angaben zur Person, zum medizinischen Leistungsspektrum und ihrer Praxis/Klinik machen können. Im Fragebogen werden auch Kriterien abgefragt, die Rückschlüsse auf das medizinische Spektrum eines Arztes zulassen. Fragebogenitems sind von Fachgebiet zu Fachgebiet unterschiedlich. Um zu gewährleisten, dass die wichtigsten Parameter abgefragt werden, arbeitet MINQ schon seit Jahren mit ausgewiesenen Experten und medizinischen Fachverbänden bei der Entwicklung von Fragebögen zusammen.

Recherchepool für Ärzteliste

Neuregistrierung für Ärzte

 

 

Alle Ärzte können sich kostenlos und unverbindlich in die Ärztedatenbank eintragen. Sie sind dann automatisch im Recherchepool aufgeführt, der Ausgangsbasis ist für alle Recherchen der bundesweiten und regionalen Ärztelisten.

Interessierte Ärzte können sich bei MINQ auch für persönliche Interviews melden und werden dann von der MINQ-Redaktion kontaktiert.

 

 

Die Ärzteliste - Das Original

Wir recherchieren sie seit 18 Jahren

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